Neue Infotafeln im Naturpark Münden informieren über die Geschichte und Bedeutung der Hutewälder im Bramwald

Sibylle Susat Naturpark Münden, Hartwig Dempewolf Ortheimatpflege Bühren, Marten Eickhoff Nds. FoA Münden, Edward Dersch Nds. FoA Münden, Ralf König Naturpark Münden, Louise Tielkes NW-FVA, Daniel Gerke Landwirt, Marcus Schmidt NW-FVA
Sibylle Susat Naturpark Münden, Hartwig Dempewolf Ortheimatpflege Bühren, Marten Eickhoff Nds. FoA Münden, Edward Dersch Nds. FoA Münden, Ralf König Naturpark Münden, Louise Tielkes NW-FVA, Daniel Gerke Landwirt, Marcus Schmidt NW-FVA

Mit der Aufstellung von zwei neuen Informationstafeln am 1.7.2026 an der Langen Bahn macht der Naturpark Münden auf eine besondere Form historischer Waldnutzung aufmerksam. Die Tafeln vermitteln Besucherinnen und Besuchern die kulturhistorische und ökologische Bedeutung der Hutewälder im Bramwald und zeigen, warum diese selten gewordenen Waldlebensräume heute von großer Bedeutung für den Naturschutz sind.

Die Inhalte der Tafeln wurden gemeinsam vom Naturpark Münden, dem Niedersächsischen Forstamt Münden und der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) erarbeitet. Gestaltung und Umsetzung erfolgten durch den Naturpark Münden nach den Designvorgaben der Nationalen Naturlandschaften, dem Dachverband der Nationalparks, Naturparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete in Deutschland.

„Viele Besucherinnen und Besucher kennen den Bramwald als attraktives Wandergebiet, wissen aber nicht, dass sie sich hier in einer über Jahrhunderte vom Menschen geprägten Kulturlandschaft bewegen. Die neuen Informationstafeln machen die Geschichte der Hutewälder sichtbar und helfen dabei, die Landschaft mit anderen Augen zu sehen. Gleichzeitig zeigen sie, warum diese historischen Waldformen heute für den Erhalt der biologischen Vielfalt so wertvoll sind“, erklärt Sibylle Susat, Geschäftsführerin vom Naturpark Münden.

Die Niedersächsischen Landesforsten engagieren sich für den Erhalt unterschiedlicher historischer Waldformen. An der Langen Bahn wurde auf einer Fläche von nahezu vier Hektar ein ehemaliger Hutewald bereits 2006 revitalisiert. Das Gemeinschaftsprojekt des Nds. Forstamtes Münden, der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen und des Naturparks Münden macht die historische Nutzung des Waldes wieder erlebbar. Noch heute zeugen hier fast 300 Jahre alte Eichen von der Waldweide, die bis etwa 1870 praktiziert wurde.

„Durch die Beweidung mit Schottischen Hochlandrindern wird die historische Nutzung in angepasster Form fortgeführt. Auf diese Weise bleiben die charakteristischen lichten Eichenbestände und ihre besondere Bodenvegetation erhalten. Zugleich wird ein bedeutendes Stück regionalen Waldkulturerbes für heutige und zukünftige Generationen sichtbar und erlebbar gemacht.“ so Dr. Christof Oldenburg vom Niedersächsichem Forstamt Münden.


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