Blümer Berg, Hünenburg, Knick B2
Tour-Details
- Strecke: 6,4 km
- Dauer: 1:40
- Schwierigkeit: mittel
- Aufstieg: 120 m
- Abstieg: 120 m
Start & Ziel
- Start: Jagdhaus Heede
- Ziel: Jagdhaus Heede
Wandern auf alten Grenzpfaden am Blümer Berg bei Hann.Münden
Geschichte hautnah erleben
Der Blümer Berg ist so etwas wie Hann. Mündens grüne Lunge. Die Stadtteile Blume und Hermannshagen sowie die Ortsteile Gimte und Volkmarshausen schmiegen sich an seine Flanken. Seit jeher gehört der Blümer Berg, der vor allem von Buchen, aber stellenweise auch von Fichten, Eichen und Lärchen geprägt ist, zum Mündener Stadtforst. Vor allem die Nähe zum Mündener Stadtgebiet macht den Blümer Berg so attraktiv als Wanderrevier für Einheimische und Touristen. Aber es ist auch die Dichte an Sehenswertem, an Erholungseinrichtungen und Spuren aus längst vergangenen Zeiten.
Auch dieser Weg verläuft auf dem ersten Teilstück parallel zum B1, also vom Jagdhaus Heede zu „Heedes Quelle“, kurz danach zur Hütte am Düsteren Kellerbrunnen. Über einen südwestlich abgehenden ausgebauten Forstweg passiert man ein Wasserpumpwerk der Versorgungsbetriebe Hann. Münden (Stadtwerke) - einen Teil des Trinkwassers bezieht die Stadt aus ihren eigenen Wäldern. Nach einigen hundert Metern biegt der Weg nach rechts ab in einen weiteren, breiten Forstweg. Bevor dieser später nach Osten wieder abknickt erhebt sich vor dem Wanderer die so genannte Hünenburg - wahrscheinlich eine Fliehburg, die auf der Bergkuppe lag und nur zu Gefahrenzeiten benutzt wurde. Dort suchte die Bevölkerung mitsamt Vieh Schutz im Inneren der Befestigung.
Entlang der Strecke führt der Weg eine ganze Weile parallel zu seltsamen Geländeeinschnitten: Der so genannte „Knick“ war früher eine noch deutlich stärker ausgeprägte Grenzanlage mit ausgehobenen Gräben und aufgeworfenen Wällen, die vermutlich mit stachligen Sträuchern bepflanzt waren, um das Überqueren dieser einstigen Grenze zu verhindern. Um die Grenze dicht zu halten mussten die Sträucher regelmäßig geknickt, also abgebrochen werden, damit sie von unten her nachwuchsen. Nach dem Passieren der bronzezeitlichen Hügelgräber (siehe B1) führt der B 2 auf der Route des B 1 zurück zum Jagdhaus Heede.