Das Endschlagbachtal – Natur- und Kulturlandschaft im Kaufunger Wald
Tour-Details
- Strecke: 6,7 km
- Dauer: 2:00
- Schwierigkeit: mittel
- Aufstieg: 100 m
- Abstieg: 100 m
Start & Ziel
- Start: Wanderparkplatz Endschlagbachta
- Ziel: Wanderparkplatz Endschlagbachta
Das Endschlagbachtal gehört mit seinen Offenlandflächen zum
332 Hektar großen Naturschutzgebiet „Bachtäler im Kaufunger Wald“, das auch die
Niederungen von Ingelheimbach, Schwarzbach, Rotbach, Wengebach,
Katzengraben, Nieste, Hungershäuser Bach sowie das Hühnerfeld umfasst.
Wiesenlandschaft im Wandel
Die Wiesen entlang der Bäche entstanden durch Rodungen und
wurden über Jahrhunderte von den Bauern der umliegenden Dörfer bewirtschaftet.
Dadurch entwickelten sich artenreiche Glatthaferwiesen, Borstgrasrasen und
Feuchtwiesen. Mit dem Rückgang der Landwirtschaft setzte Wiederbewaldung ein und änderte die Kulturlandschaft.
Pflege durch
Vertragsnaturschutz
Seit den 1980er
Jahren werden die Flächen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes wieder
extensiv bewirtschaftet. Durch Entbuschung und Beweidung mit alten
Haustierrassen, wie dem Hessischen Buntvieh oder Islandpferden, können
konkurrenzschwache Arten erhalten und die Vielfalt gefördert werden.
Lebensräume am Bach und in den
Auen
Der Endschlagbach entspringt am Haferberg, der höchsten Erhebung mit 580 Metern im Naturpark Münden. Aus mehreren Quellen durchfließt er Auwaldreste aus Schwarzerlen und Haseln und bietet in deren Wurzelwerk Lebensraum für Wasseramseln und Gebirgsstelzen. Der Bach selbst ist ökologische Nische für das Bachneunauge, Kleinkrebse, Schnecken sowie Larven von Eintags- und Köcherfliegen.
Pflanzenwelt
Das Tal wechselt zwischen schmalen und weiten
Wiesenabschnitten, eingerahmt von Buchen- und Fichtenwald. Im
mittleren Abschnitt dominieren nährstoffarme, sehr feuchte Bereiche mit
Pfeifengras, Seggen, Binsen, Torfmoosen, Hahnenfußgewächsen, Teufelsabbiss und
der Kuckuckslichtnelke.